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Aus der Einleitung:

Das Projekt startete im Sommer 2008 mit dem wagen Ziel, den beispiellosen internationalen Erfolg der Bauhausbewegung nachvollziehbar zu machen. Dazu sollte das bisher kaum systematisch erforschte soziale Netzwerk der Bauhäusler erfasst und im Zusammenhang mit detaillierten biografischen und geografischen Informationen anschaulich gemacht werden. Als Studenten des Studiengangs MediaArchitecture galt das Interesse der Autoren dabei weniger der kunsthistorischen Arbeit, als vielmehr der Befragung der neuen, aber auch der traditionellen Medien auf ihr Vermittlungspotential für umfangreiche und komplexe Informationen in einem Ausstellungskontext.

Die Arbeit beleuchtet dabei unter anderem die These, dass die in den letzten Jahren entwickelten Techniken einen vielfältigen, direkten und intuitiven Zugang zu bisher schwer beherrschbaren Informationsmengen erlauben. Diese neuen Möglichkeiten sind einerseits für die forschenden Wissenschaftler relevant, da ihnen neuartige, visuelle Analysewerkzeuge unkompliziert und schnell das nötige Material für ihre Hypothesen liefern, andererseits können mit ihrer Hilfe auch in der Öffentlichkeit komplexe Themen übersichtlich, ansprechend und vielleicht auch spielerisch vermittelt werden.

Die praktische Arbeit beleuchtet genau diese beiden Seiten: Die Forschungsplattform, die die Informationen sammelt und verwaltet, wird ergänzt um Such- und Analysewerkzeuge, die für unterschiedlichste Fragestellungen hilfreich sind. Die öffentliche Präsentation erfolgt in einer Ausstellung, die klassische und neue Medien vereint. In dieser Masterarbeit geht es nicht um eine kunstwissenschaftliche oder kunsthistorische Auseinandersetzung. Ziel war, in einem ersten Teil die zur Projektentwicklung notwendigen und hilfreichen theoretischen Grundlagen zu betrachten und im zweiten, praktischen Teil die konkrete Umsetzung der Forschungsplattform und der Ausstellung im white.cube.09 zu dokumentieren.

Die schriftliche Arbeit zeigt dabei nur einen Ausschnitt der Projektentwicklung. Nicht sichtbar wird, was einen wesentlichen Anteil an Zeit bei der konkreten Umsetzung in Anspruch nimmt: die Organisation der Finanzierung, das Bemühen um Projektpartner, Abstimmungsprozesse, Probleme und »Kurskorrekturen« im Projektverlauf sowie letztlich auch die Öffentlichkeitsarbeit, die geleistet werden muss. Dennoch – oder gerade – waren den Autoren diese Arbeitsschritte wichtig, die immer Teil komplexer, selbstinitiierter sind. Gleichzeitig spiegeln Art und Umfang der Bearbeitung auch das Verständnis der Autoren von kreativen Prozessen wider, zu denen auch immer Durchhaltevermögen, die Auseinandersetzung mit Feedback und das Verkraften von Rückschlägen gehören. Viele Ideen entstehen erst beim Machen, neue Wege werden sichtbar, Ausprobieren und Testen zeigt Fehler und Grenzen – die vielleicht an anderen Stellen neue Lösungsmöglichkeiten eröffnen. Mit der Veröffentlichung dieser Masterarbeit und der Eröffnung der Impuls-Bauhaus-Ausstellung N°1 im white.cube.09 ist das Projekt ImpulsBauhaus keinesfalls beendet, wenngleich sie einen wichtigen Schritt markiert. Es liegt in der Natur umfangreicher historischer Sammelprojekte, dass sie keinen Abschluss im Sinne einer Vollständigkeit finden, sondern sich diesem Idealzustand durch neue Erkenntnisse nur zunehmend nähern. Die Autoren sind zur Zeit bemüht, durch Kooperationen mit Bauhausforschern die langfristige Fortführung des Projekts zu sichern.

 

Das Projekt mit der Forschungsplattform und der -Ausstellung N°1 ist Gegenstand unserer Masterthesis (PDF) im postgradualen Studiengang MediaArchitecture der Bauhaus-Universität Weimar.

Sie steht nun als PDF zum Download bereit. Inhaltlich gliedert sie sich in vier Hauptteile:

  • Das visuelle interaktive Modell als Instrument der Erkenntnis
  • Die Bauhaus-Bewegung als soziales Netzwerk
  • Die Forschungsplattform
  • Die ImpulsBauhaus-Ausstellung N°1

 

 

18. Mai 2009